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[Bücher, die es sonst nicht geben würde ...]
 

U.G. Krishnamurti:

Ich bin nicht daran interessiert, Brahman, die Realität oder die Wahrheit zu erfahren ...

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MYTHOS MIND
MÄRCHENHAFTER VERSTAND

Beunruhigende Gespräche
mit einem beunruhigenden Menschen.

ISBN 978-3-941973-01-5
Hardcover
190 Seiten
€ 18,90

lieferbar

Der trügerische Schein 6

DER TRÜGERISCHE SCHEIN
DER ERLEUCHTUNG

Die radikalen Ideen
eines radikalen Menschen

ISBN 978-3-941973-07-7
Hardcover
220 Seiten
€ 19,90

lieferbar

Infos

Mythos Mind

U.G. ist eine Art Antichrist,
die Reinkarnation Nietzsches auf dem spirituellen Parkett.

U.G. sagt: “Es gibt nur die Vergangenheit in Tätigkeit und diese Bewegung erschafft die Illusion von Gegenwart und Zukunft. Sie mögen das, was ich hier sage, logisch oder unlogisch finden, und Sie mögen es akzeptieren oder ablehnen. Aber es wird in jedem Fall die Vergangenheit sein, die das tut, denn nur sie ist in Ihnen wirksam. Die Vergangenheit hat diese Ziele projiziert – Gott, Erleuchtung, Seelenfrieden, was auch immer – und sie in die Zukunft verlegt, außer Reichweite.”

“Alles, wofür Sie stehen, woran Sie glauben, was Sie erfahren und anstreben, ist das Ergebnis des Denkens. Und das Denken ist deshalb destruktiv, weil es nichts weiter als ein Schutzmechanismus ist, der darauf programmiert ist, mit allen Mitteln seine eigenen Interessen zu schützen.”

“Die Kultur hat den Organismus daran gehindert, in seiner ganzen Einzigartigkeit zu erblühen. Sie hat etwas Falsches vor ihn hingestellt – den idealen Menschen. Das Ganze ist aus dem entzweienden Bewusstsein der Menschheit geboren. Es hat uns nichts als Gewalt gebracht.”

 

Aus dem Vorwort:

… Von 1947 bis 1953 besuchte U.G. Krishnamurti oft Vorträge von Jiddu Krishnamurti. 1953 begann er einen direkten Dialog mit ihm. Ihre Zusammentreffen endeten fruchtlos. Trotzdem besucht U.G. am seinem 49. Geburtstags einen Vortrag von J. Krishnamurti im Schweizer Saanen. Als J. Krishnamurti am Morgen des 9. Juli 1967 vom „freien Menschen“ sprach und damit sich selbst meinte, erkannte sich U.G. in den Beschreibungen wieder und verließ verblüfft das Zelt.

Es offenbarte sich ihm, dass er überall nach der Erleuchtung gesucht hatte, ohne jemals die Suche selbst in Frage gestellt zu haben. Er erkannte, dass es so etwas wie eine geistige oder psychologische Erleuchtung schon deshalb nicht geben kann, weil es weder etwas wie den Geist noch etwas wie die Psyche gibt. An diesem Punkt war es nicht nur um die Suche, sondern auch um ihn und seine Identität geschehen.

Jetzt sah er ohne kulturellen Hintergrund, der ihn als „männlich“, „Inder“, „Brahmane“, „Sucher“, „Weltreisender, „öffentlicher Redner“, „tugendhafter Mensch“ etc. identifizierte. Stattdessen sah er ein warmblütiges Säugetier, einen ruhigen, harmlosen, vollständig bekleideten Affen. Sein ganzes Wesen war auf wundersame Weise gereinigt, in einem Augenblick waren Kultur und Selbst vollkommen aufgehoben worden. Übrig blieb ein gefälliger, einfacher, wohlgesitteter Menschenaffe, achtsam, intelligent und frei.

 

Der trügerische Schein 6

DER TRÜGERISCHE SCHEIN
DER ERLEUCHTUNG

Die radikalen Ideen
eines radikalen Menschen

ISBN 978-3-941973-07-7
Hardcover
220 Seiten
€ 19,90

erscheint am 21.März 2011

 

Der trügerische Schein der Erleuchtung

Buchrücken:

Das, was U.G. sagt, ist Dir so nah,
dass Du es nicht verstehen kannst!

U.G.: Soweit Erfahrungen reichen, besteht für mich zwischen einer religiösen, einer sexuellen oder sonst einer Erfahrung kein Unterschied. Die religiöse Erfahrung ist wie jede andere. Ich bin nicht daran interessiert, Brahman, die Realität oder die Wahrheit zu erfahren …

Derjenige, der das anschaut, was Sie „Ich“ nennen, ist das „Ich“. Es erschafft eine illusorische Teilung von sich selbst in Subjekt und Objekt, und durch diese Trennung wird es aufrechterhalten …

Die Trennung zwischen Verstand und Körper muss aufhören. Tatsächlich gibt es keine Trennung. Ich habe nichts gegen das Wort „Verstand“, aber er befindet sich in keinem bestimmten Bereich; jede Zelle Ihres Körpers hat einen eigenen Verstand, und seine arbeits- bzw. funktionsweise unterscheidet sich von der in anderen Zellen …

Sie können nicht ohne Illusionen sein; Sie ersetzen eine Illusion durch die nächste. Wenn die Illusionen verschwinden, verschwinden Sie …

 

Textauszug:

Jedes Mal, wenn ein Gedanke geboren wird, werden Sie geboren. Wenn der Gedanke verschwunden ist, sind Sie verschwunden. Aber das „Du“ lässt den Gedanken nicht gehen. Was dem „Du“ Kontinuität verleiht, ist das Denken. Tatsächlich gibt es keine permanente Entität in Ihnen, keine Gesamtheit all Ihrer Gedanken und Erfahrungen. Sie denken, dass da „jemand“ ist, der Ihre Gedanken denkt, „jemand“, der Ihre Gefühle fühlt. Das ist die Illusion. Ich kann sagen, dass das eine Illusion ist, aber für Sie ist es keine Illusion.

Ihre Emotionen sind komplexer, aber es ist der gleiche Vorgang. Warum müssen Sie sich selbst sagen, dass Sie ärgerlich sind, dass Sie neidisch auf jemanden sind, oder dass Sex Ihnen lästig ist? In Ihnen ist eine Empfindung, und Sie sagen, dass Sie deprimiert sind oder unglücklich oder glückselig, eifersüchtig, gierig, neidisch. Diese Etikettierungen bringen denjenigen hervor, der diese Gefühle übersetzt. Was Sie „Ich“ nennen, ist nichts als das Wort „rote Tasche“, „Bank“, „Stufen“, „Treppengeländer“, „Glühbirne“, „ärgerlich“, „glückselig“, „eifersüchtig“ oder was auch immer. Sie beschäftigen Ihre Gehirnzellen unnötig, bewirken, dass die Zellen des Gedächtnisses ununterbrochen arbeiten, vernichten die vorhandene Energie. Das zermürbt Sie nur.

 

Aus dem Vorwort von Daniel Herbst:

U.G. Krishnamurti macht auf die ihm eigene Weise mehr als deutlich, dass wir uns von spirituellen Ideen verführen lassen. Egal, was wir erleben, es ist aus zweiter Hand. Warum? Weil wir an Ideen hängen, deren Ursprung wir nicht kennen. Weil wir in einem Bewusstsein leben, das auf die Erinnerung der gesamten Menschheit zurückgreift. Weil wir Angst davor haben, das Leben zu seinen Bedingungen zu leben. Weil die Bedingungen des Lebens für jemanden, der erleuchtet werden will, nicht akzeptabel sind!

Wir denken zu leben, wir denken zu sein, wir denken, dass es um etwa geht. Ist das Bewusstsein selbst vielleicht auch nur Teil unserer Gedankenwelt? Gibt es so etwas wie Bewusstsein überhaupt? Oder weiß „ich“ nicht nur dann von „mir“, wenn „ich“ an „mich“ denke und mir bewusst mache, dass „ich“ bin? Wer das Bewusstsein selbst in Frage stellt, begibt sich auf sehr dünnes Eis. Aber vielleicht geht es ja um nichts anderes als darum, in die Realität einzubrechen …

Eines kann man U.G. jedenfalls nicht vorwerfen: Dass er uns in unseren vorgefassten Meinungen und Überzeugungen bestärkt. Er rüttelt an der letzten Zufluchtstätte, an der Festung, die der Erleuchtungssuchende einnehmen aber nicht einstürzen sehen möchte. Ob das gnadenlos ist oder eine Gnade, sei jedem selbst überlassen.